Kurz beleuchtet: Vorbilder?!

Vorbilder

– „Hey, schickes Kuhkostüm du Schwuchtel! Wo kriegt man denn sowas her? Im Tuntenzoo?“
– „Ohh, nein das ist keine Kuh, das ist ein Minotaurus, eine mystische Kreatur, und er hat es aus dem Kleiderschrank deiner Mutter“
– „Ich darfs behalten weil ich sie gebummst hab.“

Sean William Scott hat meines Erachtens nach außer in seinem Debüt im ersten „American Pie“ und vielleicht noch in „Welcome to the Jungle“, neben dem einzigartigen Dwayne „The Rock“ Johnson (beleidigt mich ruhig), in keinem wirklich, ich sag mal, „besseren“ Film mitgewirkt. Auch „Vorbilder“ ist da nicht wirklich die Ausnahme von der Regel.

Hier erstmal die Story als Presseversion:

Danny (Paul Rudd) und Wheeler (Seann William Scott) sind vorbildliche Chaoten, die legale chemische Stimulanzien in Form von Energy-Drinks an Schulkinder verkaufen. Als sie einen Firmenwagen zu Schrott fahren, müssen sie statt einer Haftstrafe 150 Stunden Sozialarbeit im Mentorenprogramm „Sturdy Wings“ ableisten. Leider erweisen sich die Kids, die Danny und Wheeler unter ihre Fittiche nehmen sollen, als weltfremde Freaks – und die ehemals kokain- und alkoholsüchtige Programmleiterin (Jane Lynch) als knallharte Tyrannin. Wollen die beiden Straftäter nicht doch noch im Knast landen, müssen sie Verständnis für ihre Schützlinge entwickeln und beweisen, dass sogar der größte Versager ein Kind erziehen kann.

Der Film bietet wenig neues. Sicher, die Idee mit der Rollenspielparodie ist ganz witzig und der finale „Kampf“ ist eigentlich richtig nett, aber eine Komödie hat für mich einfach nur die Aufgabe zu unterhalten und lustig zu sein. Ich hab mir bereits 1-2 andere Kritiken durchgelesen und öfter war mal die Rede davon, dass „Vorbilder“ deswegen originell sei, weil es wenig platte Witze und schlechte Gags gibt. Das stimmt sogar, aber die witzigen Stellen allgemein lassen sich an einer Hand abzählen. Die ganze Sache ist mir viel zu minimalistisch gehalten.

Schauspielerisch ist hier gar nicht so schlecht besetzt worden. Sean William Scott („Ey man, wo ist mein Auto“) und Paul Rudd („Nachts im Museum“) spielen souverän, aber von ihnen wird hier auch keine schauspielerische Meisterleistung gefordert/erwartet. Christopher Mintz-Plasse aka McLovin find ich ja allein schon wegen „Superbad“ ganz klasse, bin mal gespannt was man von dem noch erwarten kann. Auch wenn er wie hier wohl noch öfters die Rolle des Voll-Losers spielen muss, weil er einfach wie ein lebendes Klischee des Vollidioten aussieht.
Und ich mag Elizabeth Banks. Einfach nur weil sie mal bei „Scrubs“ mitgespielt hat und allein deswegen schon genial ist.

Fazit: Ein bisschen langweilig kommt „Vorbilder“ daher. Und obwohl man niveauvoller sein will als andere Hollywood-Komödien, ist man doch nur öder und das Ablaufschema ist mal wieder wie gemeißelt. 0815-Story und Ideenlosigkeit wird zur Zeit einfach groß geschrieben. Also nicht Neues im Staate Kalifornien. Ein Film wie jeder andere. Kann man sich aber trotzdem mal anschauen.

wertung 4.5

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~ von Die Zange - 28. Mai 2009.

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