Kurz beleuchtet: Donkey Punch

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Als ich gerade so über die nächsten DVD Releases meinen Blick schweifen lasse, da sticht mir doch ein Titel direkt ins Auge. „Donkey Punch“ erscheint nun am Freitag auch im deutschen Handel und da bietet sich eine kleine Beleuchtung doch an. Also meine UK Fassung aus dem Regal geholt und mir den Film noch einmal zu Gemüte geführt. Doch die Meinung zum Film bleibt gleich. Man hätte mehr schaffen können.

Die Geschichte baut auf einem Sexmythos aus dem Internet auf. Der sogenannte Donkey Punch ist ein Schlag aufs Genick kurz vor dem Höhepunkt, der die Lust steigern soll. Die drei jungen und attraktiven Engländerinnen Lisa, Tammi und Kim hätten wohl kaum geglaubt, das ihnen diese Sexpraktik mal zum Verhängnis wird. Sie machen auf Mallorca Urlaub und lernen ein paar Jungs auf einer Party kennen. Schlussendlich finden sie sich mitten auf dem Meer auf einer Jacht wieder und feiern dort mit Sean, Bluey, Josh und Marcus mit einer Menge Drogen, Alkohol und Sex. Letzteres führt zum Tod eines Mädchens durch den Donkey Punch und damit gerät die ganze Sache ins Rollen.

„Donkey Punch“ ist ein interessanter Teeni-Survival-Thriller, wenn man so will. Das er teilweise sogar mit Horror betitelt wird find ich etwas wild, aber ok. Einige kleinere Psycho-Horror Elemente sind meinetwegen drin. Erstmalig wurde der Streifen auf dem Sundance Festival 2008 gezeigt und erntete auch da eher zwiegespaltene Kritik. Ich für meinen Teil fand ihn gar nicht mal so übel.
Der Selbsterhaltungsdrang wird ja in vielen genre-ähnlichen Filmen angegangen und „Donkey Punch“ ist da jetzt keine Ausnahme. Keiner der Teilnehmer des ausufernden „Horror“-Trips möchte ins Gefängnis, geschweige den Sterben und dafür tun sie alles. Keiner ist mehr unschuldig und keiner kann mehr so in sein früheres Leben zurück. Schade nur, dass diese Verwandlung so oberflächlich angegangen wird.

So ein klein wenig erinnert mich der Film an „The Descent“ nur ohne Monster. Die Klaustrophie ergibt sich hier durch die Enge des Schiffes und die Ausweglosigkeit durchs Meer. Bloß die Qualität kommt nicht ganz an „The Descent“ ran, obwohl hier später nicht Badewannen voll mit Blut auf den Zuschauer los gelassen werden. Find allgemein die Gewalt in dem Film noch in den Grenzen, vielleicht bin ich aber inzwischen aber auch ein anderes Niveau an Blutmengen und Leichen gewohnt. Das 18-er Rating kommt wohl eher wegen der längeren und einsichtsreichen Sexszene.
Nennenswert sind hier auch noch der gute Soundtrack und die zwar unbekannten, aber doch souverän spielenden Schauspieler, die im wahrsten Sinne alles geben.

Fazit: Alles in allem ein durchweg guter Survival-Thriller, der an der Oberfläche der menschlichen Abgründe kratzt, aber weder genügend Spannung noch genügend Neues bietet.

wertung 5

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~ von Die Zange - 10. Juni 2009.

5 Antworten to “Kurz beleuchtet: Donkey Punch”

  1. Also für mich war Donkey Punch einer der schlechtesten Filme, der letzten Jahre. Schlechte Schauspieler, mieses Script und ganz schlechte Story bis hin zu absolut absurden Handlungen, der Hauptpersonen.

    Absoluter Schwachsinn, der nicht mal 1 Punkt verdient hat!
    Schnell weg damit!

  2. Also so drastisch würd ich das ganze nicht sehen. Die Schauspieler sind halt unerfahrener, aber nicht schlecht. Und die Story passt so wie sie ist, ich seh da keine wirklichen unsinnigen Handlungen.
    Schwachsinnig sind Filme wie Hostel in dem Genre, aber Donkey Punch ist nur unausgereift.

  3. NEIN NEIN NEIN!!!!
    OK bei Hostal muss ich dir recht geben. Du fragst wegen sinnlosen Handlungen, na zum Beispiel als die alte am Ende mit dem Außenbortmoter dem Typ die Kehle bzw. Kopf abreißt, obwohl er ja eigentliche helfen wollte, was auch jeder mit bekommen hätte müssen!
    Aber Im Vergleich zu Hostel war der Film trotzdem noch viel schlechter, denn Hostel hatte noch etwas. Denn bei Donkey Punch kam der Effekt vom Fremdschämen ganz schnell und es wurde leider nicht besser.

  4. Sie hat es halt nicht so gesehen das er helfen wollte. Er hat die Leiche mit beseitigt und ansonsten nichts wirklich was hilfreiches gemacht. Er wollte nun mal seinen Bruder schützen und außerdem stehen die ja auch alle unter Schock und so weiter und so weiter. Das Einzige das ich jetzt vllt bemängeln würde wäre ihre Aktion danach. Will das hier für andere jetzt nicht all zu doll spoilern, aber ich glaub du weist was ich meine.
    Und Hostel hatte überhaupt nichts besonderes. ^^
    Da steckte nen wenig mehr Budget dahinter, das war aber auch alles. Story konnte man da wohl mehr vermiesen als hier. Wie gesagt, ich find ihn annehmbar. Aber hab schon einige Kommentare gelesen die deiner Meinung waren.

  5. Klar war bei Hostel keine Story zu sehen und der Sinn war zu schlachten, aber wie du schon sagt war mehr Budget, dahinter und das hat den Film einfach besser gemacht, auch wenn er nicht gut ist.

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