Kurz beleuchtet: Californication

Californication

„I love women. I have all their albums.“

„Californication“ hat mich zuerst nicht so sehr angesprochen, mag das nun an der uninteressant klingenden RTL2 Werbung liegen oder daran, dass ich David Duchovny nach seinem letzten Filmdebakel „Akte X – Jenseits der Wahrheit“ (zwar 1 Jahr nach „Californication“ erschienen, aber egal) einfach die Rolle als männliche Samantha nicht zutraute. Dennoch hab ich mich nach reichlicher Zureden meines Blogkollegen Judge dazu entschlossen, der Serie eine Chance zu geben und violà, es hat sich gelohnt.

„Californication“ stellt sich als durchaus ansprechende Variante eines „Sex and the City“ für Männer (so doof das im ersten Moment auch klingen mag) heraus und ist doch so viel mehr. David Duchovny spielt die Figur des abgewrackten Schriftstellers Hank Moody, der nach der Trennung seiner Frau, die er immer noch liebt, und einem Bestseller Erfolg inklusive Verfilmung mit Tom und Katie, nun vor den Scherben seines Lebens steht. Schreibblockade, Frauenexzesse und der Hang zur Selbstsabotage. Dinge, die Hank Moody auszeichnen und doch ist er im Grunde seines Herzens ein anständiger Kerl.

Die Serie glänzt mit großartigen Charakteren, die wie aus dem Leben gegriffen scheinen, mit Stärken, Schwächen, Fantasien und Abgründen. Übertrieben scheint mir zwar ein bisschen die Vorstellung von einer so extrem sexgeilen Gesellschaft (haltet mich für naiv), wie sie hier dargestellt wird, aber gegen ein wenig mehr nackte Haut hat Man(n)wohl seltener etwas auszusetzen. Aber neben jeder Menge Sex, Drogen und Alkohol steigt „Californication“ vor allem mit seinen genialen Dialogen und einem gut durchdachten Drehbuch über die Mittelmäßigkeit hinweg. Ein gibt eine Fühle von wirklich nennenswerten Dialogen, was mir persönlich zeigt, dass es die Autoren hier wirklich drauf gehabt haben mussten. Ich werd hier nicht auf die einzelnen Charaktere eingehen, am Besten schaut man sich die Serie selber an und lernt sie kennen. Es lohnt sich wirklich, Beschwerden können sonst gern an mich gerichtet werden.
Ich bin jedenfalls auf die zweite Staffel gespannt.

Fazit: David Duchovny überzeugt durchweg als „analoger Mann in einer digitalen Welt“. Provokant, vulgär, oberflächlich und unheimlich anrührend zugleich, so kann man es überall schon lesen und so ist es auch.

wertung 9

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~ von Die Zange - 23. Juni 2009.

5 Antworten to “Kurz beleuchtet: Californication”

  1. Hank Moody ist einer der besten Seriencharaktere, die es jemals gegeben hat. Man muss diese Serien auf jedenfall mal gehen haben, also nicht warten sondern anschauen!

  2. Oh yeah! Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Eine tolle Serie!

  3. Muss mich da dem Lob auch anschliessen! Eine äusserst erfrischende Serie mit einem tollen Duchovny.

  4. Auch hier absolute Zustimmung meinerseits. Wenn du jetzt auch noch was zu „How I Met Your Mother“ schreibst, dann hast du alle drei Serien, denen ich im Moment meine Aufmerksamkeit schenke durch. ;-)

  5. „How I Met Your Mother“ wird auch noch kommen. Find ich ebenfalls klasse. ^^

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